Berufsunfähigkeit- warum zahlen die nicht? Bericht in Plusminus

8. August 2007

Guten Tag liebe Leser,

so langsam scheinen auch die Medien etwas von Ihrer Blauäugigkeit zu verlieren.

Bei Thema Absicherung gegen Berufsunfähigkeit reift immer mehr die Meinung, die ich seit Jahren vertrete. Gemeinsam mit meinen Kollegen des PremiumCircle plädieren wir seit langem dafür, bei elementar wichtigen Absicherungen wie dem Krankheitsfall und der Berufsunfähigkeit den Maßstab hoch anzusetzen.

Nur so kann erreicht werden, das die gewünschten Leistungen eben auch tatsächlich im berechtigten Leistungsfall gezahlt werden. Gerade im Bereich Berufsunfähigkeit gibt es meist nur ein „Hop oder Top“ Szenario, denn halbe BU bibt es meist nicht.

Auch die Sendung Plusminus weisst in Ihrem Bericht von gestern erneut auf die Wichtigkeit der Bedingungen und der geeigneten Auswahl des Vertrages hin.

Es wird explizit nochmals erwähnt das die Kompetenz des Beraters elementar wichtig ist und eben 10 Minuten Gespräche für die Auswahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung vollkommen ungeeignet sind.

Den Link zum Videobeitrag finden Sie hier:

Den Textbeitrag hier: http://daserste.ndr.de/plusminus/2007/t_cid-4171666_.html

Bedenken Sie dieses bitte bei der Auswahl und prüfen Sie zuerst den Berater und wählen danach den geeigneten Versicherungsschutz im Rahmen einer Vorsorgeanalyse aus.

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns einfach.

Viele Grüße

 Sven Hennig

Hinweise zum Weiterlesen:

BU Test der Zeitschrift ÖKO TEST


Burn Out Syndrom = Berufsunfähigkeitsrente?!

11. Juni 2007

Brennen bis zur Rente (Urteil als pdf)


Zum ersten Mal hat ein am Burn-Out-Syndrom erkrankter Mann Geld von einer Berufsunfähigkeitsrente erstritten. Nach jahrelangem Kampf.  (Von Ekkehard Müller-Jentsch)
Wer viel arbeitet, ist gefährdet: Das Burn-out-Syndrom hat zwar längst seinen Ruf als ,,Manager-Krankheit‘‘ verloren, denn es kann jeden treffen. Doch gerne weisen Versicherungs-Makler gerade die Fleißigen und Erfolgreichen darauf hin, dass davon Betroffene berufsunfähig werden können – und raten zur privaten Vorsorge. Wenn es aber ans Zahlen geht, wollen die Assekurranzen von ,,Burn out‘‘ nichts mehr hören. Wohl zum ersten Mal in Deutschland ist nun durch ein Urteil das Burn-Out-Syndrom im Sinne des Versicherungsrechts rechtskräftig anerkannt worden. Wie verbreitet diese Krankheit ist, zeigen prominente Fälle, etwa des Skispringers Sven Hannawald, des früheren FC Bayern-Fußballers Sebastian Deisler oder des Schauspielers Max Grieser.

Ein Münchner Manager steht seit 20 Jahren einem Finanz-Unternehmen vor, das jährlich an die 14 Milliarden Euro umsetzt. Ein Arbeitsalltag mit mindestens zehn Stunden vor dem Börsen-Terminal war für ihn bisher ebenso normal, wie täglich bis zu 200 Telefonate, regelmäßige Geschäftsreisen – aber kaum Freizeit.

Normal waren auch Kopfschmerzen und Schlafstörungen trotz Müdigkeit. Wie üblich in Workaholic-Kreisen kämpfte er mit Alkohol dagegen an. Ende 2001 kam es zum Zusammenbruch. Der Manager wurde schlagartig depressiv, erlitt Angstzustände, Herzklopfen, war hochgradig erregbar, konnte sich nicht mehr anpassen und steigerte sich in zwanghafte Handlungen.

Gutachten und Gegengutachten

Er begann Telefonnummern und Kunden zu verwechseln, verlor die Fähigkeit sich auf Zusammenhänge zu konzentrieren. Ein Facharzt sagte ihm, dass er aus seinem aufreibenden Beruf aussteigen müsse.

Der Mann wandte sich an seinen Versicherungskonzern, bei dem er zusammen mit seiner Lebens- auch eine Berufsunfähigkeits-Versicherung abgeschlossen hatte. Prompt folgte ein Schlagabtausch mit Gutachten und Gegengutachten.

So kam der Fall vor des Landgericht München I. Die 25. Zivilkammer beauftragte nun einen renommierten Experten der Uni-Klinik Erlangen mit einem weiteren Gutachten. Dieser Professor stellte fest, dass der Manager, schon vom Vater auf Leistung getrimmt, seinen beruflichen Werdegang zu einer Art Wettkampf gemacht hatte und nun seine körperlichen und geistigen Grenzen erreicht habe. Als Folge dieser ,,persönlichkeitsimmanenten Fehlsteuerung‘‘ sei es zum Burn-out-Syndrom gekommen.

Das Gericht verurteilte die Versicherung, rückwirkend etwa 148.000 Euro Berufsunfähigkeitsrente auszubezahlen, sowie zirka 65.000 Euro an Versicherungsbeiträgen zu erstatten. Aber erst in der Berufungsverhandlung – als Richter des Oberlandesgerichts München sehr deutlich machten, dass sie keine Zweifel an der Richtigkeit und Vollständigkeit des medizinischen Gutachtens und des darauf basierenden Urteils haben – gab die Versicherung auf und zog ihr Rechtsmittel zurück . Das Urteil des Landgerichts wurde somit rechtskräftig (Aktenzeichen:25 O 19798/03).

Rechtsanwalt Klaus von Schirach sagte nach dem dreieinhalb Jahre dauernden Rechtsstreit, dass sein Mandant derzeit nominell noch die Fäden seines Unternehmens in der Hand habe. Denn einer vollstationären psychiatrischen Behandlung hätte er sich nicht unterziehen können, solange ihm die Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung ,,zu Unrecht verweigert‘‘ worden seien. ,,Jetzt sind wir dabei, die Therapieangebote in Deutschland zu erkunden.‘‘ 


Versicherungen- billiger und besser- geht das?

26. April 2007

Heute erschien die Zeitschrift Capital mit Ihrer Ausgabe Nr. 10/2007.

Unter der Headline „Spezial Versicherung: Mehr Schutz, weniger Prämie – die neuen Angebote„ auf dem Titelbild mag der Eindruck entstehen, alle gehe einmal wieder billiger und besser.

Eine ausführliche Beurteilung der Inhalte dieses Beitrages wird von mir erst in der kommenden Woche in diesem Blog erscheinen. Wer bis dahin etwas lesen will, mag sich unter meinen anderen Publikationen einmal umschauen. Zuletzt erschienen ist der 5-seitige Kommentar zum FocusMoney PKV Test.

 Schauen Sie sich aber nun mal die Seite 64 des Capitalheftes an.

 Dort finden Sie diese Tabelle:

Fällt Ihnen auch was auf? 4.408 EUR ist mehr als 4.558 EUR- oder?

Auch lautete die Vorhabe im unteren Teil der Tabelle: „garantiert monatliche Rente: 1.000 EUR„. Nun wird der aufmerksame Leser merken, das eben dort auch Tarife mit 524 und 596 EUR garantierter Rente auftauchen.

Warum? Ach ja, das Kleingedruckte: „Bonussystem: Rente von 1.000 EUR wird zwar nicht garantiert, wird bei unveränderter Überschussbeteiligung aber grundsätzlich erreicht.“

Super, nehmen wir an wir hätten Autos getestet. Eigentlich sollten diese umweltfreundlich sein, aber da ist ebene eins dabei das braucht viel, viel Benzin. Machen wir ein * dran und schreiben mal dazu…. wenn Sie nie mehr als 60 km/h fahren, braucht es auch weniger.

Für solche Testergebisse fehlt mir jegliches Verständnis. Wir sprechen hier von Produkten die die kommenden 20- 30 Jahre oder länger Ihr Netz bei Eintritt einer Berufsunfähigkeit sein sollen, da darf man sich schon Mühe geben.

Seien Sie gespannt auf die ausführliche Kommentierung dieses Tests.